Terrassenbelag ganz natürlich
Der Sonntagskaffee mit Vogelzwitschern und einem leichten Windhauch, dazu der Blick in die Rosen und auf rasenspielende Kinder - so kann man sich einen Nachmittag auf der hauseigenen Terrasse sehr gut vorstellen. Doch was ist der beste Terrassenbelag? Gibt es Materialien, die nicht infrage kommen?
Naturstein mit rutschfester Oberfläche ist eine gute Wahl. Wer sich eine Terrasse neu schaffen oder eine alte wieder aufarbeiten will, sollte sich Natursteine etwas näher an sehen. Polierte Oberflächen - Granite zum Beispiel – sind nicht wirklich als Terrassenbelag geeignet, auch Natursteine, deren Frostsicherheit zweifelhaft ist (manche Kalksteine), kommen nicht wirklich infrage. Es bleiben immer noch eine Menge Materialien übrig. Für den Terrassenbelag werden die dickeren Platten verwendet, Fliesen sind Innenräumen vorbehalten und eignen sich nicht als Terrassenbelag, weil sie für höhere Belastungen nicht gemacht sind.
Sandstein hat eine lange Geschichte und steht nicht nur Kulturdenkmälern gut. Wer einen natürlich aussehenden Terrassenbelag wünscht, sollte sich ein paar Sandsteine genauer ansehen. Es gibt viele harte Sandsteine, die ohne weiteres Frost vertragen. Auch die Oberfläche ,,easy to clean"®, bei der Sandstein mechanisch so behandelt wird, dass man am liebsten barfuss darauf laufen will, kommt als Terrassenbelag infrage.
Travertin ist beliebt und wird sehr viel gekauft. Schon die alten Römer haben den Stein, der manchmal auch Süßwasserkalk genannt wird, eingesetzt. Er ist nicht nur in den klassischen, gelben und beigen Farbtönen zu haben, sondern auch in Rot, Braun, Gold und Silber. Die Poren, deren Ursache nicht ganz sicher ist, sind kein Zeichen für fehlende Qualität. Die bei Travertinfliesen übliche, gespachtelte Oberfläche kann bei Terrassenbelag nicht ausgeführt werden - die Fugenmasse und der Travertin haben unterschiedliche Frostpunkte, das Material würde im Winter springen.
Kalkstein kommt nur in Ausnahmefällen als Terrassenbelag in Betracht. Es gibt Kalksteine, die laut Hersteller frostsicher sind. Selbstverständlich kann man aber nicht davon ausgehen.
Schiefer sollte nicht für Terrassenbelag in Betracht gezogen werden. Die Ursache ist ganz einfach: Bei Schiefer muss die Frostsicherheit durch aufwändige Versuche untersucht werden. Es gibt zwar Schiefer, die erfahrungsgemäß Frost aushalten, als sicher darf das aber nicht gelten.
Quarzit ist der Mercedes als Terrassenbelag. Der aus Sandsteinen hervorgegangene Naturstein ist so hart, dass er so gut wie unempfindlich gegen jeden äußeren Einfluss ist. Das Material schimmert nicht selten, hat häufig unglaublich schöne Farben und kann in seiner Schönheit nur überzeugen.
Terrassenbelag muss sorgfältig verlegt werden. Fast gleichgültig, welches Material zum Einsatz kommt: Wer versäumt, für ausreichenden Wasserabfluss zu sorgen, wird mit seinem Terrassenbelag bald böse Überraschungen erleben. Terrassen müssen immer leicht geneigt sein - vor allem in der kalten Jahreshälfte ist es sinnvoll, zusätzlich Abflüsse freizuhalten.
Terrassenbelag aus Naturstein ist nicht tausalzsicher. Natursteine reagieren sehr unterschiedlich auf chemische Belastungen. Kalksteine (zu denen auch Travertine und Marmore gehören) soll man nicht mit Säuren zusammenbringen. Auf die Anwendung von Streusalz sollte man auf Terrassenbelag aus Naturstein grundsätzlich verzichten.
Als Terrassenbelag werden zuweilen auch bestimmte Naturhölzer eingesetzt, Beton wird eher selten verwendet.
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