Quarzit ist seinen Preis allemal wert

Quarzit ist ein ausgesprochen attraktiver, ja sogar edler Naturstein, der allerdings auch nicht preiswert ist.

Quarzit ist ein ausgesprochen attraktiver, ja sogar edler Naturstein, der allerdings auch nicht preiswert ist.

Für welchen Preis ist Quarzit zu haben? Ohne eine Zahl nennen zu wollen, muss zunächst auf eine Quarziteigenschaft hingewiesen werden, die sich zwangsläufig auf den Preis auswirkt. Quarzit ist einer der härtesten Natursteine überhaupt. Das bedeutet: Für die Bearbeitung braucht man nicht nur teures Werkzeug, sondern muss es auch häufig wechseln. Der Preis für Quarzit bestimmt sich also durch die eingesetzten Werkzeuge ein Stück weit mit. Auch die nahezu perfekten Eigenschaften dieses Natursteins fallen ins Gewicht - Quarzit ist praktisch unempfindlich und sieht auch noch phantastisch aus: nicht selten leicht schimmernd, je nach Herkunft beige, rot, dunkel oder sogar blau - wobei die Farben häufig wie mit einem dicken Pinsel leicht aufgetragen wirken. Man kann es auch anders ausdrücken: Quarzit ist ein sehr vornehmer Naturstein.

Polygonalplatten "Rio-Dorado" aus Quarzit

Polygonalplatten "Rio-Dorado" aus Quarzit

Wie soll man nun vorgehen, um dennoch einen akzeptablen Preis für seinen Quarzit zu erzielen? Grundsätzlich gilt, dass im Netz arbeitende Firmen einen Preisvorteil gegenüber lokalen Geschäften haben. Wer konsequent Preise vergleicht - Fachgeschäfte, Baumärkte, Internet - fährt am besten. Die Abwägung, welche Faktoren einem beim Einkauf wichtig sind, kann nur jeder Kunde selbst vornehmen. Welchen Preis Quarzit hat, kann man im Internet auch durch das Verwenden von Preisvergleich-Websites recherchieren, dabei muss man darauf achten, dass der Suchbegriff möglichst präzise formuliert wird - sonst stehen schon mal Bücher, Weine oder Schmuck mit auf der Ergebnisliste. Mit in den Preis sollte man auch die Frage einrechnen, welche Versandkosten bezahlt werden müssen und welche Lieferzeit angegeben wird. Der Preis allein kann im Grunde nur ein Faktor sein - Beratung, Fachkompetenz der Berater sollten auch eine Rolle spielen.

Wirklich preiswerte Quarzite, die allerdings sehr kleinformatig sind und sich nicht für jeden Zweck eignen, gibt es manchmal als “Kampfangebot” in Baumärkten. Allerdings offenkundig nicht online: Eine Kurzrecherche bei drei Märkten brachte keine greifbaren Ergebnisse; ein Teil der Anbieter verweist auf die lokalen Geschäfte. Diese Baumarkt-Platten sind, wenn es sie denn gibt, aber nur handtellergroß. Ab und zu kommen auch sehr kleine Platten auf den Markt, die bei der Verarbeitung als “Abfall” übrig geblieben sind. Brasilianische Quarzite können in dieser Weise zu haben sein. Schließlich: Polygonalplatten (Polygon = Vieleck) können hin und wieder auch günstiger sein, weil bei dieser Plattenart nur das Spalten als Verarbeitungsschritt angefallen ist und das aufwändige Sägen auf Maß entfallen kann. Wer es großzügiger möchte oder große Flächen zu verarbeiten hat, muss sich möglicherweise auf höhere Kosten einstellen.

Detailaufnahme der Quarzit-Platten "Rio-Dorado"

Detailaufnahme der Quarzit-Platten "Rio-Dorado"

Bliebe noch, daran zu erinnern, was Quarzit eigentlich ist. Vor allem, weiß die geologische Fachliteratur, ist Quarzit aus Sandsteinen entstanden. Er gehört also zu den Umwandlungsgesteinen. Manchmal wird er - fälschlicherweise - mit Sandstein verwechselt. Übrigens: Das Wort Quarz wird, so meint ein Lexikon, einerseits auf das altslawische tvrudu (hart), andererseits auf das mittelhochdeutsche querch (Zwerg) zurückgeführt. Es sei ein in zahlreichen Gesteinsarten vorkommendes Material - entscheidend ist das Stichwort kristallisiertes, wasserfreies Siliciumdioxid. Eine zweite Quelle weist auf Mineralien hin, die für bestimmte Farben sorgen: Cyanit (feine Verteilung führt zu himmelblau), Pistazit (grün) und viele andere kommen vor. Seinen Preis ist er gewiss wert.


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