Travertin auf der Terrasse: Italien im Garten

Terrasse aus Travertin vor saniertem Haus mit japanischem Garten

Diese Terrasse eines schön sanierten Hauses in den Niederlanden ist eine ideale Brücke in das Paradies einer japanischen Gartenwelt.

Gewiss: die Geschmäcker sind verschieden, die Möglichkeiten auch. Aber dennoch: Viele Menschen haben Freude daran, in der warmen Jahreszeit ihren Lebensmittelpunkt ins Freie zu verlegen: auf die Terrasse. Mit welchen Natursteinen kann man sie gestalten?

Travertin gehört zu den beliebtesten Materialien im Natursteinhandel. Er verdankt seinen Namen der lateinischen Form des Wortes Tivoli. Am einfachsten erklärt sich der Name wohl so: Schon zu römischen Kaiserzeiten wurde Travertin als bevorzugter Baustoff verwendet. Travertin hat seinen Ursprung im Wasser - der zu den Kalksteinen gehörende Naturstein wird in Quellen und fließenden Gewässern ausgefällt, in der Türkei und den USA gibt es weltberühmte Travertin-Terrassen. Travertin ist ein Naturstein mit Poren - die gehören zum Typ und haben nichts mit der Qualität des Natursteins zu tun. Im Inneren werden Travertin-Fliesen häufig verspachtelt - dabei wird die Fugenmasse über die Poren gezogen - dies Verfahren ist auf der Terrasse nicht möglich, weil Stein und Fugenmasse unterschiedliche Frostpunkte haben.

Für die Terrasse empfehlen sich übrigens nicht nur einheimische Travertine. Natursteine aus der Türkei können, was die Qualität angeht, durchaus mit Travertinen aus Italien konkurrieren. Geht es um die Wahl der Farbtöne, kann man eigentlich kaum etwas falsch machen: Überzeugend sind Hell-dunkel-Kontraste.

  • Zu einer hellen Hauswand passt ein dunkler Naturstein, also Travertin in Walnuss-Farben.
  • Ist die Mauer des angrenzenden Hauses eher dunkel gehalten, sollte man die Terrasse eher mit hellen Travertinen gestalten.

Travertin auf der Terrasse ist, darüber hinaus, mit vielen unterschiedlichen Gartentypen vorstellbar: Sowohl die aufwändige, japanische Gartenlandschaft als auch ein normaler Rasen harmonieren gut mit Travertin. Denkbar ist auch, unterschiedliche Travertine auf der Terrasse miteinander zu kombinieren, also eine helle Fläche durch einzelne dunkle Steine aufzulockern.
Travertin ist in unterschiedlichen Farbtönen zu haben. Klassisch hellbeige, etwas kräftiger gelb-orange, mit roten und schwarzen Einschlüssen, Walnuss bis Braun, schließlich Rot, Silber, und Gold sind verfügbare Farben. Auch Oberflächen stehen in guter Auswahl zur Verfügung.

Mit Abstand am beliebtesten ist getrommelter Travertin. Noch beim Hersteller werden die Platten zusammen mit Gesteinsbruch eine Zeitlang in eine rotierende Trommel gelegt; dabei entsteht eine künstlich gealterte Oberfläche. Ausdrücklich empfehlenswert auch auf der Terrasse ist, die Fläche aus Travertin zu imprägnieren - das minimiert Verschmutzungen und erleichtert die Pflege. Schäden werden vermieden, wenn schon beim Verlegen eine leichte Neigung vorgesehen wird, damit Niederschlag immer abfließen kann. In der kalten Jahreszeit sollte man zusätzlich darauf achten, dass die Abflusswege frei sind.

Bliebe zuletzt noch die Frage, welche Empfehlung es für die Art der Verlegung gibt. Attraktiv und sinnvoll (weil Material sparend) ist der Römische Verband. Vier unterschiedliche Plattengrößen werden nach einem vorgegebenen Muster miteinander kombiniert. Das vermeidet störend lange Fugen und  lässt die Fläche lebendig aussehen. Pauschal kann man außerdem sagen, dass die Plattengröße sich etwas nach dem Umfang der Fläche richten sollte: Große Platten wirken auf großen Flächen. Natürlich gibt es auch zusätzlich Stücke nach Maß: nicht nur Mauerverblender, auch Treppenstufen sind auf Wunsch zu haben.


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