Sandstein-Platten: Haltbar, wenn man richtig wählt

Indischer Sandstein roter Färbung ist ein schönes Element für eine attraktive Freiflächengestaltung.
Von ganz wenigen Ausnahmen - etwa bei Gebäuderestaurationen - abgesehen, verwenden Boden- und Fliesenleger für Außenflächen anderes Material als für Innenräume. Das hat einfache Gründe: Weil im Freien eine Naturstein-Fläche häufig höhere Gewichtsbelastungen aushalten muss, werden dort dickere Platten (bis 3 Zentimeter) eingebaut. Hohe Belastungen, etwa von schweren Fahrzeugen, kommen innerhalb von Privathäusern in der Regel nicht vor - deswegen können Zimmer gut mit Fliesen (rund ein Zentimeter Dicke) ausgestattet werden.
Dieser Unterschied gilt im Prinzip auch für Sandstein. Die Fülle und Verschiedenheit lieferbarer Sandsteine ist immens. Geht es um die Alltagstauglichkeit, hilft eine einfache Formel: Härtere Sandsteine, die als Bindemittel vielfach Quarzit haben, sind sogar für den Einsatz im Freien geeignet. Das gilt etwa für Schweinstaler Sandstein aus Deutschland, aber auch für den recht harten Modak-Sandstein, der aus Indien kommt.
Zwischen rötlichen und gelben Farben changiert Mint Colour-Sandstein-Platten. Die Natursteine wirken, im Freien verlegt, in sonnenreichen Sommern hell, bei regnerischem Wetter kräftiger in den Farben. Diese Platten sind, wie auch die folgenden, in der Oberflächenbearbeitung ,,easy to clean" zu haben. Kandla Grey folgt eher dem Trend zu grauen Farbtönen und ist ein guter Kontrast zum Grün des Gartens. Hell ist Yellow Mint, kräftiger und sehr begehrt Raj Green.
,,easy to clean" ist übrigens keine Hexerei, sondern eine spezielle, rein mechanische Form der Oberflächenbearbeitung, die Platten standsicherer macht und sie weich wirken lässt. Die Optik bleibt erhalten. Der Sandstein wirkt so weich, dass man gern barfuss darüber laufen möchte.
Die Liste möglicher Herkunftsländer für Sandstein-Platten ist noch wesentlich länger. Das Material wird auf allen Kontinenten gewonnen - überall in Europa, in Asien (Indien und China), auf dem ganzen amerikanischen Kontinent, in Afrika und ,,down under". Bei asiatischem Sandstein achtet jonastone darauf, dass nur Sandstein angekauft wird, der nicht durch Kinderarbeit gewonnen wurde.
Gut zu wissen ist auch, dass Sandstein ein Naturstein ist, der sich leicht bearbeiten lässt. Er wird in der Regel in ganzen Blöcken gewonnen, daraus Platten herzustellen, ist unproblematisch. Erfahrungsgemäß kann Sandstein im Freien an Plätzen, die schattig sind und leicht feucht werden, schnell Moos ansetzen. Platten aus Sandstein sind also gut für Terrassen geeignet, die viel Sonne haben.
Beim Verlegen im Freien sollte man darauf achten, dass die Sandstein-Platten mit leichtem Gefälle und entsprechenden Drainagen verlegt werden. Regenwasser muss ablaufen können, damit der Stein abtrocknen kann bzw. im Winter keine Frostschäden entstehen. Bisherige Betonböden oder ähnliche Beläge sollten entfernt werden, sonst kann das Wasser nicht abfließen. Für geübte Heimwerker ist das Verlegen unproblematisch, ein Fachmann kommt aber schneller vorwärts. Keinesfalls weggelassen werden sollte die abschließende Imprägnierung der neu verlegten Fläche - sie verhindert zwar nicht mögliche Schäden, erleichtert aber die Sandsteinpflege. Das Verfahren kann alle fünf Jahre wiederholt werden und hat sich bewährt.
Bei einigermaßen korrektem Umgang werden Bauschäden, wie sie heute an Sandstein-Kulturdenkmälern gang und gäbe sind, eher ausbleiben. Allerdings: Es gibt keinen, nicht einmal einen synthetischen Baustoff, der von Verwitterungen frei ist. Das gilt - natürlich - auch für Sandstein.
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