Polygonalplatten aus Quarzit: Schimmernde Steinpracht für die Terrasse

Quarzit in Polygonalplatten verlegt ist eine vornehme, unzerstörbare Terrassengestaltung. Sie als Wertanlage zu bezeichnen, ist nicht übertrieben.

Was ist eine Polygonalplatte? Im strengen, mathematischen Sinn ist ein Polygon (griechisch: Vielwinkel) eine Fläche, die durch die Verbindung von mindestens drei Punkten entsteht. Polygonalplatten sind allerdings überhaupt nicht streng, im Gegenteil: Sie wirken, vergleicht man sie mit anderen Zuschnitten, noch am natürlichsten; sie sind nur grob in bestimmte Form gebracht. Natürlich gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, eine Terrasse mit Polygonalplatten auszulegen. Gerade für einen nicht regelmäßigen Grundriss eignen sie sich besonders gut, weil sie das Spontane, das Vorläufige einer solchen Fläche noch hervorheben und betonen. Neben anderen Natursteinen kommt vor allem Quarzit infrage.

Der aus Sandstein hervorgegangene Quarzit ist einer der härtesten - und damit unempfindlichsten - Natursteine. Das Material schimmert, die Farbe wirkt, je nach Material in den unterschiedlichsten Musterungen und Tönen, häufig wie angedeutet, manchmal fast fahl. Die besondere Härte begünstigt natürlich den Zuschnitt von Polygonalplatten - für diese Form ist nur relativ wenig Bearbeitung notwendig. Der Werkzeugverschleiß kann bei Quarzit stark in die Höhe gehen, was sich auch im Preis niederschlagen kann.

Quarzit nimmt nur wenig Wasser auf. Er ist von geringer Porösität und Permeabilität (Durchlässigkeit). Polygonalplatten aus diesem Material sind schmutz- und Flecken-unempfindlich, leicht zu reinigen und nahezu unzerstörbar. Wenn Sie den berühmten, allerdings sehr dunklen Alta Quarzit verwenden, haben Sie außerdem eine Terrasse, deren Polygonalplatten absolut frostbeständig sind. Er gilt sogar als widerstandsfähig gegen Salzkristallisation - normalerweise sind alle Natursteine ausgesprochen empfindlich gegen Streusalz. Das Architekten-Informationssystem im Internet nennt bei Alta Quarzit für Polygonalplatten aus Alta Quarzit Stärken zwischen 10/20 und 18/35 Millimetern. Die mögliche Fläche geht von 0,06 bis 0,50 Quadratmetern (für eine einzelne Platte). Damit können Sie etwa ausrechnen, wie viele Platten Sie für Ihre Flächen brauchen. Polygonalplatten aus Quarzit werden üblicherweise in so genannter gebundener Bauweise auf Mörtel verlegt - wichtig ist, dabei die unterschiedliche Dicke der Platten zu berücksichtigen. Im Freien müssen Natursteinflächen ja immer eine gewisse Neigung haben, damit Wasser gut abfließen kann - das trifft auch auf Quarzit Polygonalplatten zu.

Übrigens: Bei den Handelsnamen der Quarzit-Polygonalplatten gibt es nicht nur eine Menge Phantasie, sondern hin und wieder auch Missverständnisse. So ist Naturstein mit dem Namen Azul nicht in jedem Fall ein Quarzit: Der spanische Azul Aran ist ein Granit, der argentinische Azul Cielo ein Marmor (einzige Gemeinsamkeit dieser Steinsorten mit Quarzit ist ihre ähnliche Widerstandsfähigkeit). Azul Imperial und Azul Macaubas (beide Brasilien) sind dagegen Quarzite. Schön ist der Silberquarzit Braunrötlich aus Italien, in gibt es auch in Hellgrau und Blaugrün. Schick ist der Offerdal-Glimmerquarzit aus Schweden. Phantasievoll ist der Name eines schwedischen Quarzits: Caribbean Blue, die Farbe wird als ,,sehr wechselhaft" beschrieben.
Keine Frage: Welchen Quarzit man auch wählen mag, Polygonalplatten dieses Natursteins könnte man fast als Wertanlage bezeichnen. Sie sind gewiss kein Billigartikel, eine mit ihnen gestaltete Terrasse zeugt von Geschmack und Niveau. Und von welchem Naturstein kann man das sonst sagen?


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