Naturstein-Platten sind eine individuelle Alternative
Natursteine sind ausnahmslos das Ergebnis natürlicher, teilweise Millionen Jahre andauernder Entwicklungsprozesse in den Schichten unserer Erde. Sie werden in Steinbrüchen in großen Blöcken gewonnen und meist schon im dazugehörigen Werk auf die gewünschten Längen geschnitten. Der dabei notwendige Energieaufwand hält sich in engen Grenzen, Naturstein-Platten sind ein vergleichsweise ökologisches Produkt mit hohem Wiederverwertungsfaktor. Kenner loben die unverwechselbare, oft von Werkstück zu Werkstück wechselnde Optik. Böden aus diesen Materialien werden vielfach als harmonisch und beruhigend empfunden und heben sich von künstlichen Produkten, die auswechselbar und unpersönlich erscheinen, in angenehmer Weise ab.
Welche Farbe eine Naturstein-Platte hat, ist vom Material abhängig. Auch die Haltbarkeit, die Strapazierfähigkeit der Oberfläche und das Aussehen können sich - je nach Gestein - unterscheiden. Wer sich die Mühe macht, ein wenig Informationen über die Platten seiner Wahl einzuholen, wird an ihnen lange Zeit Freude haben. Spielt ausschließlich der Preis eine Rolle, werden Käufer schnell in Baumärkten fündig. Qualität und entsprechende Beratung gibt es aber nur im Fachhandel - auch besondere Farbwünsche lassen sich nur hier erfüllen.
Bei den Formen ist Variabilität Trumpf. Quadratische, rechteckige und polygonale (also vieleckige) Naturstein-Platten sind auf dem Markt. Die Platten messen üblicherweise 30 x 90 Zentimeter und sind deutlich über 1,2 Zentimeter dick. Auf gering belasteten Flächen wie Terrassen und Gartenwege werden Plattendicken von etwa drei Zentimetern Stärke verlegt. Fahren Autos, sollte mindestens sieben Zentimeter Dicke vorgesehen werden. Im Inneren von Gebäuden werden üblicherweise dünnere Natursteinfliesen verwendet. Wichtig ist, auf Frostbeständigkeit und Abriebfestigkeit des Materials zu achten. Auch die Verwitterungsbeständigkeit kann eine Rolle spielen. Fachleute unterscheiden zwischen Hart- und Weichgesteinen.
In Einfahrten und auf Stellplätzen sind Naturstein-Platten erhöhten Belastungen und einer verstärkten Verschmutzung ausgesetzt. Entsprechend sollten dunklere, schmutzresistente Natursteine mit hoher Abriebfestigkeit bevorzugt werden. Neben der erwähnten Frostbeständigkeit spielt auch die Reaktion auf Tausalz eine Rolle. Zu empfehlen sind Granit, Gneis und Basalt, auch andere Hartgesteine sind denkbar. Die Platten sollten in ein solides Fundament verlegt werden.
Wenn Wege im Garten und Grundstückseingang gestaltet werden sollen, rücken die Formate der Platten stärker in den Blickpunkt, um vorgegebene Maße einzuhalten. Praktisch sind raue Oberflächen, weil die Rutschgefahr geringer ist. Reagieren die Naturstein-Platten empfindlich auf Tausalz, darf es nicht gestreut werden. Die gleichen Faktoren spielen bei der Gestaltung von Terrassen mit Naturstein-Platten eine Rolle.
Schwimmbeckenränder werden am besten mit weichen, feinkörnigen Naturstein-Platten eingefasst. Beliebt sind Materialien, die sich warm anfühlen - vor allem, wenn man barfuss darüber läuft. Seit Sommer 2009 gibt es exklusiv bei jonastone Naturstein mit der neuen Oberfläche ,,easy to clean", die sich für solche Zwecke besonders gut eignen. Diese Natursteine wurden einer besonderen, mechanischen Behandlung unterzogen - dass sie weich wirken, ist nur einer ihrer Vorzüge. Beliebt sind zudem Materialien mit mediterranem Flair: Sandstein, Kalkstein oder Travertin.
Naturstein-Platten, die im Freien verlegt werden, brauchen nur wenig Pflege. Aber es kann vorkommen, dass sich nach mehreren Jahren in feuchten und schattigen Ecken Moose und Flechten auf den Steinen bilden. Zur Entfernung von Pflanzen und von grobem Schmutz reicht in der Regel der Einsatz eines Hochdruckreinigers. Dieser eignet sich allerdings nur für härteres Gestein. Bei weicheren Natursteinen sollte die Oberfläche der Platten vor dem Reinigen mit einer Kunststoffbürste behandelt werden, damit sich die Pflanzen besser ablösen. Empfehlenswert ist grundsätzlich, Naturstein-Platten nach der Verlegung zu imprägnieren.
Granit, Sandstein und Kalkstein am weitesten verbreitet
Granit ist ein sehr hartes und robustes Gestein, das auch bei starken Beanspruchungen abriebfest bleibt. Naturstein-Platten aus diesem Material nehmen kaum Wasser auf und sind frost- und tausalzbeständig. Granit kann auf vielfältigste Weise bearbeitet sein und ist auch bei großer Nässe rutschfest. Naturstein-Platten aus Granit sind meist hell- bis dunkelgrau, können aber auch rot oder braun sein.
Wie hart und abriebfest Sandsteine sind, ist dagegen sehr vom Material abhängig. Frostbeständigkeit ist fast immer gegeben, Tausalzbeständigkeit dagegen nicht. Sandstein ist gut spaltbar, lässt sich aber schlecht polieren. Naturstein-Platten aus Sandstein sind in roten, braunen, weiß-gelblichen oder grünen Farbtönen erhältlich. Der natürlich raue Stein wirkt wegen seiner Farben sehr warm. Beachtenswert ist die Frage, ob der gewünschte Sandstein verwitterungsbeständig ist. Fachleute gehen davon aus, dass hierbei sowohl das so genannte Bindemittel, das Gefüge des Steins, der Porenraum und die im Stein enthaltenen Minerale eine Rolle spielen. Achten sollte man auch auf die Frage, wo die Steine eingebaut sind - das Wetter, Nässe und das Zusammenspiel mit anderen Baustoffen sind von Bedeutung.

Garten mit Sandstein-Platten
Kalkstein ist weicher, seine Abriebfestigkeit ist meist gering. Achtung: Das Material reagiert sehr empfindlich auf Säuren. Naturstein dieser Art lässt sich ähnlich wie Sandstein sehr gut spalten, aber nur schlecht polieren. Die Farben sind vielfältig, überwiegend aber hell, grau oder graugelb. Das Material wirkt ähnlich warm wie Sandstein.
Edler sind Naturstein-Platten, die aus Basalt, Quarzit oder Travertin hergestellt werden. Letzterer gehört zu den beliebtesten Materialien überhaupt. Einige dieser Materialien sind seltener und entsprechend teurer.
Basalt ist eines der härtesten Gesteine, er ist sehr abriebfest und frostbeständig. Das aus erkalteter Lava bestehende Gestein kann wegen seiner Härte nur maschinell bearbeitet werden; aber es sind alle Methoden der Oberflächenveredelung denkbar. Basalt ist ein sehr dichtes Gestein und fühlt sich ähnlich wie Granit sehr kühl an. Das Material ist dunkelgrau bis schwarz.
Quarzit ist das härteste im Natursteinhandel erhältliche Gestein. Er ist sehr abriebfest und dicht und ist unempfindlich gegen Frost und Schmutz. Wegen seiner Härte kann Quarzit nur gesägt und maschinell weiterverarbeitet werden. Das Gestein ist gewöhnlich weiß bis grau, kann aber auch rötlich, gelblich und sogar blau sein. Auch Quarzit fühlt sich, wie andere Hartgesteine, sehr kühl an.
Travertin gehört zu den Kalkgesteinen und hat entsprechende Eigenschaften. Anders als Kalkstein ist Travertin aber ausgeprägt porös, was sich aber nicht nachteilig auf die Frostbeständigkeit auswirkt. Travertin lässt sich im Gegensatz zu Kalkstein auch nicht spalten. Naturstein-Platten dieses Materials sind hellgelb bis braun, die Ausstrahlung ist warm.
Gneis ist, was Farben und technische Eigenschaften angeht, mit Granit vergleichbar. Allerdings kann er anders als Granit auch gespalten werden. Naturstein dieser Art ist sehr hart, abriebfest und unempfindlich gegen Frost. Es dominieren Grautöne, aber auch rötliche und bräunliche Farben kommen vor. Gneis wirkt kühl und wird vielfach als Ersatz für Granit eingesetzt.
Schiefer ist ein sehr weiches, abriebfestes Gestein. Je nach Sorte und Herkunft ist er frostresistent - hier muss man sich genau über die entsprechenden Werte informieren. Schiefer nimmt kaum Schmutz auf. Meist belässt man ihn natürlich gespalten. Das Material ist dunkelgrau bis schwarz, kann aber auch grüne und rote Farbstiche haben. Die Oberflächen fühlen sich nicht so kühl an wie bei den Hartgesteinen, sind aber kühler als bei Sandstein.
Oberflächen: sehr große Vielfalt möglich
Die Oberflächen von Naturstein-Platten können vielfältig bearbeitet werden. Sehr beliebt sind gespaltene, geflammte und gestockte Ausführungen. Bei der Bearbeitung spielt die Härte des Materials eine Rolle: Hartgesteine wie Granit, Basalt und Quarzit können geflammt und gestockt, aber nicht gespalten werden. Weichere Gesteine wie Sandstein und Kalkstein werden gerne naturnah (spaltrau) verlegt, lassen sich aber nicht flammen und stocken.

Kalkstein-Platten Kota Black
Eine gespaltene Oberfläche ist die einfachste Ausführung. Geeignete Natursteine werden entlang ihrer Spaltrichtung auf Dicke gespalten und auf die gewünschten Abmessungen geschnitten. Gestockte Platten werden zunächst gesägt. Anschließend werden die Oberflächen mit Meißeln bearbeitet. Dabei platzen Teile ab und es entsteht eine sehr raue Oberfläche. Man unterscheidet grob und fein gestockte Varianten.
Geflammte Oberflächen werden mit einer sehr heißen Flamme bestrahlt. Dabei platzen einzelne Mineralkörner ab, während andere auf der Oberfläche bleiben. Es entsteht ein Berg-und-Tal-Relief auf der Platte. Die sehr spitz wirkenden Oberflächen können nachträglich noch gebürstet werden. Dabei werden die Spitzen der Minerale abgerundet, so dass eine stumpfere Oberfläche entsteht.
Trommeln ist eine sehr spezielle, aber auch äußerst beliebte Art der Oberflächenbearbeitung. Bereits gesägte Platten kommen zusammen mit Gesteinsbruchstücken in große, sich drehende Trommeln. Dadurch werden aus den Flächen und den Kanten der Platten kleine Ecken herausgebrochen. Das Ergebnis ist ein antik aussehender Stein. Dieses Verfahren wird vorwiegend bei Travertin, Kalkstein und Quarzit eingesetzt.
Achtung: Je nach Bearbeitung kann sich der Farbeindruck der Naturstein-Platte durch die Oberflächenbearbeitung verändern. Aufgeraute Platten wirken weniger, glatte Oberflächen mehr farbintensiv.
Die Bearbeitung der Kanten verdient Aufmerksamkeit
Die Bearbeitung der Kanten verdient ebenfalls Aufmerksamkeit. Von ihr hängt ab, ob eine Fläche glatt oder ob die Fläche mit ,,Tälern" versehen ist. Gesägte Kanten sind empfehlenswert, wenn eine ebene Oberfläche erhalten werden soll. Solche Platten können mit sehr schmalen Fugen verlegt werden. Handbekantete Platten sehen natürlich aus. Fugen fallen hier wegen der unregelmäßigen Bearbeitung um einiges größer aus. Getrommelte Kanten sind eine Zwischenstufe, was die Breite der Fugen angeht. Getrommelte Platten können ähnlich eng verlegt werden wie gesägte Platten, aber durch die Bearbeitung verbreitert sich die Fuge etwas zur Oberfläche der Platte.
Das Unfallrisiko bei Naturstein-Platten unterscheidet sich nicht wirklich von dem künstlichen Materials, es lässt sich durch Bürsten oder Glätten verringern.
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