Kalksteinplatten: schöner als Beton
Kalksteinplatten sind ein leichter, fast eleganter Bodenbelag. Lesen Sie hier einige Fragen und Antworten, die Ihnen beim Kauf helfen sollen.
Was versteht man unter Kalksteinplatten?
Kalkstein ist in den Augen der Geologen eine Gruppe von Natursteinen, zu den neben dem eigentlichen Kalkstein auch Travertine und Marmore gehören. Kalksteinplatten sind etwas dicker als Fliesen und werden in der Regel im Freien verwendet. Sie können größere Lasten tragen.
Wie ist Kalkstein denn entstanden?
Bei den verschiedenen Typen von Kalksteinen gibt es auch unterschiedliche Quellen. Kalkstein kommt aus dem Meer: Die Rückstände von Meerestierskeletten wurden verdichtet, sind manchmal auch noch im Material zu sehen. Travertin ist ein Ausfäll-, Marmor ein Umwandlungsgestein. Die chemische Zusammensetzung ähnelt sich stark, die räumliche Struktur weist große Unterschiede auf.
Eignen sich eigentlich alle Kalksteinplatten für das Verlegen im Freien?
Man muss unterscheiden: Es gibt Kalksteinplatten, deren Frostsicherheit umstritten ist. Travertine überstehen Minusgrade, auch Marmor ist sehr hart. Wichtig ist, bei der Verlegung von Kalksteinplatten auf die richtige Neigung und den notwendigen Abfluss von Niederschlagswasser zu achten. Bayrische Steinbruchbetriebe äußern oft, dass ,,die meisten Schichte ihres Kalksteins frostsicher sind. Nur wenige abgebaute schichten wären bedingt frostsicher. Man müsse also generell auf gute Wasserabführung achten, um sicher keine Frostschäden zu bekommen".
Welche Farben stehen bei Kalksteinplatten zur Verfügung?
Sehr helle Töne, etwa bei Travertinen und Kalksteinen, gibt es ebenso wie so außergewöhnliche Kalksteinplatten, die auf Namen wie Travertin red hören. Es gibt also auch Kalksteinplatten, die sehr ungewöhnliche Farbtöne haben.
Soll man bei Kalksteinplatten spezielle Herstellerländer bevorzugen?
Im Prinzip nein. Kalkstein selbst gibt es aus Deutschland, Travertin aus vielen, unterschiedlichen Ländern, Marmore zum Beispiel aus Italien. Grundsätzlich ist auch zu bedenken, dass vorhandene Preisunterschiede aus Lohn- und Fertigungskosten resultieren und nichts über die eigentliche Qualität des Rohstoffes aussagen.
Sind Kalksteinplatten sehr empfindlich?
Nein. Allerdings vertragen sie keine säurehaltigen Flüssigkeiten. Sie sollten Ihre Kalksteinplatten imprägnieren.
Was kann man tun, wenn Kalksteinplatten unter Beanspruchung leiden?
Im Fall Marmor haben Sie die Möglichkeit, einen Fachmann damit zu beauftragen, die Kalksteinplatten neu zu polieren. Bei anderen Materialien hilft oft schon alltägliche Vorsicht. Experten raten dazu, bei einem größeren Bauprojekt etwas Vorsicht walten zu lassen. In der Regel werden Außenanlagen zuletzt fertig - achten Sie darauf, keinen Sand und Dreck auf die frisch verlegten Fußböden aus Kalksteinplatten zu tragen.
Kann man als Laie Kalksteinplatten selbst verlegen?
Sie können alle Kalksteinplatten, die halbwegs gleichmäßig dick sind, selbst verlegen. Nicht kalibrierte Platten müssten mit speziellen Ausgleichsmassen versehen werden.
Verändern Kalksteinplatten im Lauf der Jahre ihr Aussehen?
Natursteine sind wie alle natürlich vorkommenden Substanzen natürlich Veränderungen unterworfen. Während Beton oft unansehnlich, Holz auf schlechte Weise ältlich und Kunststoffe unansehnlich bis hässlich werden, leben viele Natursteine auch nach dem Verlegen weiter. Manche Fans sagen, dass Natursteine erst mit der Zeit Charakter entwickeln.
Wie steht es um die Ökobilanz von Kalksteinplatten?
Kalkstein als solcher ist einer der am intensivsten genutzten Rohstoffe überhaupt, der für eine Fülle von Zwecken genutzt wird. Die Ökobilanz von Natursteinen ist um so besser, je weniger sie mit anderen Substanzen behandelt werden. Positiv ist auch ihre Langlebigkeit. In vielen Fällen werden Sie selbst nicht mehr erleben, dass Ihre Kalksteinplatten ersetzt werden müssen.
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