Basalt Platten: Schwarz in schönen Variationen

Basalt Platten "Black-Beauty"

Basalt gehört zu den harten Natursteinen, die sich für sehr viele Einsatzzwecke eignen. Platten aus diesem Werkstoff sehen nicht nur elegant aus - mit ein bisschen Phantasie erinnern sie den Betrachter durchaus noch an ihre vulkanische Herkunft.

Diese Platten können ein wenig Eleganz nicht verleugnen. Die Farben dieser ,,schwarzen Schönheit", wie der abgebildete Basalt auf Deutsch heißt, wirken wie ein getupftes Muster aus verschiedensten Schwarz- und Grautönen. Natürlich kann man schwarzen Basalt auch sehr gut mit hellen Natursteinen kombinieren. Dabei sind der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Basalt kann, in schmalen Linien gepflastert, große und helle Flächen einrahmen; genauso ist die Abwechslung heller und dunkler Steine möglich.

Basalt wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in China abgebaut. Der Naturstein mit dem sehr nüchtern wirkenden Namen G 684 ist nicht, wie hin und wieder fälschlich behauptet, ein Granit, sondern wirklich ein Basalt. Für dieses Material gibt es noch eine Reihe von exotischen Namen: Black Rain, China Black, und Silver Star. Ebenfalls aus China kommen Platten aus Basalt, die unter dem Namen Black Pearl (schwarze Perle) vertrieben werden.

Im Natursteinhandel wird zwischen dickeren Platten - ab 12 Millimeter- und dünneren Fliesen - unter 12 Millimeter - unterschieden. Bis auf wenige Ausnahmen werden Platten stets im Freien verwendet: Also für die Gestaltung von Terrassen, Wegen und allen möglichen, gepflasterten Untergründen. Platten halten nicht nur einer höheren Gewichtsbelastung stand, sondern sind auch frostsicher (hier gibt es nur wenige Ausnahmen). Da Basalt nur sehr wenig Wasser aufnimmt, gibt es mit kalten Temperaturen keine Schwierigkeiten. Eine Voraussetzung ist allerdings, dass sich im Untergrund kein Wasser stauen kann und die Fläche der Platten insgesamt mit einer leichten Neigung versehen wird.

Nahaufnahme einer Basalt-Platte "Black Beauty"

Nahaufnahme einer Basalt-Platte "Black Beauty"

Basalt, liest man in einem Zeitschriftenartikel vom Ende des 18. Jahrhunderts, ,,ist ein Steingewächse, welches sonderlich in Schlesien und Ireland gefunden wird, und vier- fünf- auch wohl sechseckicht in Gliedern auf einandersitzt." Ein wenig mehr als der Autor in diesen Zeilen weiß man heute schon (zu finden hier: ,,Berlinische Sammlungen" (1768-1779 , 1771, 3.Bd., S. 419 - 431).  Im Jahr 2009 war Basalt Gestein des Jahres - ausgerufen vom Bundesverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) und der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG). Geologin Monika Huch umriss damals die wichtigsten Fakten: Demnach kommt Basalt in Deutschland ,,vor allem in einem breiten Streifen zwischen der Vulkaneifel und der Lausitz vor". Folgt man den weiteren Darstellungen, handelt es sich bei Basalt im Prinzip um erkaltete Lava. Die schon erwähnten fünf- bis siebeneckigen Säulen entstehen ,,bei der langsamen Abkühlung und Erstarrung der heißen Lava, die ein größeres Volumen hat als das kältere Gestein, in das sie eingedrungen ist". Die Unregelmäßigkeit habe mit der chemischen Zusammensetzung zu tun. Typisch ist neben anderen Substanzen das Olivin, ein Magnesium-Eisen-Silikat. Basalt, so die Geologin, sei durch seine Festigkeit und Verwitterungsresistenz ,,immer schon als Baumaterial beliebt gewesen". Die berühmte Lagerstätte am Vogelsberg soll eine riesige Fläche von 2.500 Quadratkilometern bedecken.

Ob die Platten aus Basalt, mit denen die Via Appia antica (312 v.Chr.) gepflastert ist, von Anfang an hier liegen, lässt sich nicht ohne weiteres feststellen. Auf der Internetseite von Radio Vatican ist aber zu lesen, dass zwischen den Platten im Frühjahr dunkler Mohn und Pinien zu beiden Seiten der Straße wüchsen. Diese Straße sei in der Antike eine der wichtigsten Verkehrsadern der Antike gewesen, heißt es.


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