Antikmarmor - ein Oberbegriff
Um Missverständnissen vorzubeugen: Wenn von Antikmarmor die Rede ist, handelt es sich nicht um einen eigenen Gesteinstyp. Vielmehr geht es um einen Oberbegriff, der für die Bearbeitung bearbeiteter Kalksteine steht. Neben Kalksteinen werden auch Travertin und Marmor dafür verwendet. Die Erklärung des Präfixes ,,antik" ist relativ einfach: Durch die Bearbeitung wird versucht, den Naturstein ,,künstlich" alt aussehen zu lassen. Kanten und Oberflächen werden entsprechend bearbeitet.
Getrommelte Steine (tumbled): So bearbeiteter Antikmarmor gehört zu den beliebtesten im Natursteinhandel. Noch in der zum Steinbruch gehörenden Fabrik werden die Werkstücke gemeinsam mit Gesteinsbruchstücken in eine rotierende Trommel gelegt. Bei dem Verfahren werden kleine Ecken aus der Oberfläche und der Kante herausgebrochen. Am Ende ist die Oberfläche des Antikmarmors rau und es gibt keine scharfen Kanten mehr.
Gemeißelt und gebürstete Steine (chiselled and brushed): Die Steine werden durch Kettenbrecher geschoben oder mit groben Schleifmaschinen bearbeitet. Große Bruchstücke werden dabei aus den Kanten herausgeschlagen. Im zweiten Schritt werden die Oberflächen des Antikmarmors mit Bürsten aufgeraut.
Der entstehende Antikmarmor wirkt antik - das ist ein sehr beliebtes Aussehen. Antikmarmor gibt es als Polygonal- oder Bodenplatten genauso wie als Fliesen oder in Mosaiken. Antikmarmor harmoniert gut mit Holz, Terrakotta und anderen, natürlichen Baustoffen, gleichgültig ob rustikal oder modern.
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