Quarzit Terrassenplatten: schöne Alternative für das Freigelände
Ganz gewiss, wir verwenden viele Begriffe, ohne uns Gedanken darüber zu machen, was sie eigentlich bedeuten. Was ist eine Terrasse? Das Grimm'sche Wörterbuch weiß Rat: Das Wort, ist dort zu lesen, sei im 18. Jahrhundert aus dem Französischen entlehnt worden. Bei unveränderter Bedeutung: es geht um eine ,,waagerecht abgeplattete" Erderhöhung. Das Wort werde besonders dann verwandt, wenn es von mehreren solcher, stufenartiger Erhebungen die Rede ist. Und was ist eine Platte? Die Grimm-Brüder leiten das Wort aus dem Althochdeutschen und Altfriesischen her, auch Verknüpfungen mit dem Französischen und Mittellateinischen werden gesehen - es geht um einen von ,,Holz entblößten" Hügel oder eine kahle Hochfläche. Streng genommen wäre also der Begriff Terrassenplatte gedoppelt - dass hiermit aber ein Stein gemeint ist, der passend für die Verlegung auf einer solchen ,,Erderhöhung" zugeschnitten wurde, liegt wohl auf der Hand.
Aber welchen Materials soll man sich bedienen? Im Freien spielen neben Frostsicherheit der Umgang mit (Sonnen-)Licht, Wasser und die Handhabbarkeit des entsprechenden Werkstoffs eine Rolle. Naturstein ist eine gute Wahl, er passt zum Garten; egal, ob vor allem Rasen, Blumen oder sogar Gemüse dort wächst. Wunderschön, wenn auch nicht ganz billig, sind Terrassenplatten aus Quarzit.
Solche Terrassenplatten haben ganz besondere Eigenschaften: Quarzit ist einer der härtesten Natursteine, die es gibt. Bei der Bearbeitung kommt es zu relativ hohem Werkzeugverschleiß, das wirkt sich auf den Preis aus. Andererseits sind Quarzit-Terrassenplatten praktisch unempfindlich, sie reagieren völlig ungerührt auf Einflüsse der Umwelt, heizen sich also auch nicht allzu sehr im Sonnenlicht auf.
Quarzite sind durch Umwandlung aus Sandsteinen entstanden, sollten mit diesen aber nicht verwechselt werden. Grundlage ist Quarz, also kristallisiertes, wasserfreies Siliciumdioxid, Feldspate, Glimmer, Aluminiumsilikate und Erzminerale können hinzukommen. Unterschiedliche Quellen im Internet setzen einen Quarzgehalt von 60 bis 85 Prozent voraus, um von Quarziten sprechen zu können. Herkunftsländer teilweise recht bekannter Sorten für Terrassenplatten aus Quarzit sind Brasilien, Norwegen, Schweden und Indien.
Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten, Terrassenplatten aus Quarzit zu verlegen:
- Polygonalplatten: Die vieleckigen Platten sehen natürlich aus. Eine so ausgelegte Platte wirkt ausgesprochen lebendig.
- Römischer Verband: Vier verschiedene Größen werden nach einem bestimmten Schema verlegt. Vorteil ist geringer Verschnitt und wenige zu lange Fugen.
- Bei sehr großen Flächen empfehlen sich auch groß dimensionierte Terrassenplatten - sie unterstreichen noch die Großzügigkeit einer Fläche.
Die einfachen Hinweise am Ende: Der Unterschied zwischen einer Platte und einer Fliese liegt in der Dicke. Im Freien werden die dickeren Platten, innerhalb von Gebäuden in der Regel dünnere Fliesen verlegt. Im Freien ist es besonders wichtig, beim Verarbeiten auf die richtige Neigung zu achten, damit Wasser immer gut abfließen kann. Auch im Untergrund darf kein Wasserstau entstehen.
Grundsätzlich empfehlenswert ist es, Terrassenplatten aus Quarzit nach dem Verlegen zu imprägnieren. Die sehr schöne Oberfläche der Quarzit-Terrassenplatten, die häufig auch leicht schimmert, nimmt dadurch keinen Schaden. Ansonsten hilft normale Pflege und Reinigung - Quarzit ist ohnehin so gut wie unzerstörbar.
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